“What fires together, wires together”
Therapieansätze entwickeln sich ständig weiter – und gehen mittlerweile weit über Gespräche und die Verschreibung von Medikamenten hinaus. Eine besonders vielversprechende Alternative zum üblichen Angebot: Die Transkranielle Magnetstimulation (TMS). Eine moderne, nicht-medikamentöse, nicht-invasive und komplikationsarme Behandlungsmethode für Menschen, die mit einer antidepressiven Medikation bisher keine ausreichende Besserung erzielen konnten und/oder keine psychopharmakologische Behandlung wünschen.
TMS schickt Pulse ans Gehirn. Mit einem „Sender“, einfach angelegt auf der Kopfoberfläche. Damit werden gezielt Nervenzellen aktiviert und Verbindungen zwischen Hirnarealen verbessern. Und das tut gut!
Stimuliert werden die kognitiven Kontrollnetzwerke, die zuständig sind für Denken und Erkennen, Erinnern und die Problemlösung. Aktiviert werden zudem die orbito-frontale Hirnregion (spielt eine zentrale Rolle bei Bewertungen und Entscheidungen), die Amygdala (zuständig für die Verarbeitung von Emotionen) und der Hippocampus (essenziell für Gedächtnis und Lernen). Dadurch wird die kognitive Kontrolle über Gefühle verbessert, Negativität, Unzufriedenheit, Reizbarkeit und Grübelzwang werden vermindert. Die Verfestigung negativer Gefühle und der Verlust von Energie werden aufgehoben – Depressions-, Angst- und Zwangssymptome minimiert.
Mit 30 Sitzungen wird über 1-2 Tesla Magnetstärke eine bessere Verschaltung des Gehirns stimuliert. Die Impulse haben nur eine Tiefe von etwa 2,5 Zentimetern. Sie aktivieren allerdings Nervenzellen, die auf tieferliegende Netzwerke im Gehirn wirken und neuronale Verbindungen stärken. So hilft die Therapie dem Gehirn Verbindungs-Defizite zu reduzieren und womöglich zu beseitigen. Patienten optimieren so ihr Gehirn und erhöhen damit die Kontrolle über Ihr Leben.
Das klingt vielleicht zu schön, um wahr zu sein. Aber es stimmt! Durch solide und schon Jahrzehnte andauernde Forschung ist das belegt. Wissenschaftliche Studien zeigen eine Wirksamkeit von 70 Prozent an. Das ist mehr als Psychotherapie bewirkt. Psychotherapie – der Nachweis ist erbracht – dient allerdings als effektive Ergänzung dient!
Bei TMS können am Anfang minimale Nebenwirkungen auftreten: eventuell leichte Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Nackenverspannung. Doch das geht in aller Regel rasch vorbei. Dazu noch ein Vergleich: Psychopharmaka sind (nach wie vor) hilfreich. Sie haben jedoch nur eine Wirksamkeit von 50 bis 60 Prozent. TMS punktet besser. Damit können Menschen auch ohne Pillen schnell und wirksam behandelt werden.



