Früherkennung

Vergesslichkeit im Alter ist sehr häufig normal. Die Hälfte der Patienten mit Gedächtnisproblemen leidet nicht an einer Alzheimer-Erkrankung. Doch wenn komplexe Aufgaben nicht mehr bewältigt werden können, sind das ernste Warnzeichen.

Die korrekte Diagnose kann Therapien ermöglichen, die den Gedächtnisschwund aufhalten oder teilweise rückgängig machen. Sogar die Alzheimer-Erkrankung lässt sich bremsen, wenn Sie rechtzeitig mit geeigneten Therapie-Maßnahmen beginnen und so deren Schutzwirkung optimal ausnützen.

Betroffenen kann ein mentales Fitness-Programm helfen, den Beginn der Erkrankung hinauszuzögern. Ernährung und Bewegung sind wichtige Schutzfaktoren. Der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel müssen in Ordnung sein. Laufend werden neue Medikamente gegen Alzheimer entwickelt. Ein vielversprechender Ansatz sind die Alzheimer-Therapien, die gegenwärtig in klinischen Studien von unserem Institut getestet werden.

Die Betroffenen reagieren mit Konzentrationsstörungen und Angst. Dieser Umstand ist besonders wichtig für Betroffene, Arbeitgeber und Ärzte, weil oft eine Berufsunfähigkeit daraus resultieren kann und jahrelange Überforderung die Patienten zu Verzweiflung mit depressiven Reaktionen führt, die mit schweren körperlichen Reaktionen kombiniert sind und zu einem deutlichen Anstieg der Krankenstände, Spitalaufnahmen und Unfallhäufigkeit führen.

Meist treten durch den allgemein geschwächten Gesundheitszustand im Spätstadium bedrohliche Infektionen auf. Die letzten Jahre müssen diese Patienten mit 24-stündiger Betreuung verbringen.

Häufig wollen Angehörige alles tun und rutschen unweigerlich in ein Burn-Out. Am erfolgreichsten ist die Betreuung, wenn echtes Team-Work organisiert werden kann, wenn auch die Betreuer aufgefangen werden, nicht nur die Betreuten.